Befreit die Kinder und Jugendlichen aus den Lockdowns!

Wie lange, wirklich – wie lange wollt ihr noch unsere Jüngsten der Gesellschaft im Lockdown halten?

Weltweit gefangen gehalten in ihren Zimmern, Wohnungen, an ihren Schreibtischen – und vor allem vor ihren kleinen und großen Bildschirmen?

Wie lange noch?
Wollt ihr sie und uns damit um Gegenwart und Zukunft bringen?

Bild: Gerald Ehegartner - Meint ihr es wirklich ernst, dass sie Masken tragen müssenMeint ihr es wirklich ernst, dass sie Masken tragen müssen, dass sie ihre Freunde nicht treffen dürfen, dass sie keine Feste feiern sollen?

Wollt ihr, dass die Kinder das Tanzen und Singen verlernen?
Wollt ihr, dass sie nicht leben dürfen, nicht frei atmen, sich nicht berühren, sich opfern für andere?

Wollt ihr vernünftige Roboter aus ihnen machen?
Wollt ihr sie neu programmieren, ohne dass sie es merken, bis sie erkranken?
Ist das euer Ziel?

Verdammt, wie weit seid ihr entfernt von eurer eigenen Kindheit, von eurer Jugend?

Habt ihr überhaupt kein Mitgefühl?
Ach ja, dieses habt ihr vor kurzem spontan entdeckt, nicht wahr?
Ein Erweckungserlebnis?
Nein, ihr habt das perfide Spiel mit der Empathie für euch entdeckt.
Das ist es. Gerald Ehegardner: Bild - Wollt ihr vernünftige Roboter aus ihnen machen?
Und blind vor Angst fallen zu viele darauf rein.

Nie habt ihr euch einen Deut um Mitgefühl, Solidarität und Gesundheitssysteme gekümmert, alle drei habt ihr kaputt gespart in eurer neoliberalen Gier.
Und jetzt sollen wir euch glauben, dass ihr es ernst damit meint?
Echt jetzt?

Ihr spielt doch bloß euer Doppelspiel der Macht.
Ihr habt die Kinder und Jugendlichen von Hoffnungs- zu Virenträgern manipuliert.

Für mich aber bleiben sie Hoffnungsträger und ich frage mich, wann sie aufstehen und euch um die Ohren fliegen.
Einfach, weil das Leben zu stark ist.

Ihr haltet sie in Geiselhaft mit den gefährdeten Gruppen.
Sie tragen mittlerweile die Umwelt-, die Schuldenlast, jetzt auch die Gesundheitslast.
Ist das euer Ernst?
Und ihr suspendiert jene, die sich für sie einsetzen.

Welche Menschen wollt ihr?
Was ist euer Menschenbild?

Und ihr plappert hohle Phrasen über Solidarität, Mitgefühl und stellt das Leben weltweit auf Stand-by.
Und während ihr mit viel zu großen Worten hohl jongliert, redet ihr in Wahrheit von Angst und Panik.
Ich warte darauf, bis euch all die Plattitüden aus den Händen fallen und am Boden liegen, am Kompost der Menschheitsgeschichte.

Das ist eure wahre Botschaft: Angst und Schuld.
Und nicht intelligenter und differenzierter Umgang mit diesem neuartigen Virus.

Ihr seid Angstprediger.
Die Gruppe der 30-36-Jährigen überschätzt laut einer Studie die Gefahren, auf einer Intensivstation zu landen, um das 56-fache.
Sorgt euch das nicht?

Wo sind unsere Intellektuellen?
Manche von ihnen sprechen auf Knopfdruck mahnende Worte, immer dann, wenn der Applaus und danach das Buffet gesichert sind.
Aber jetzt geht vielen von ihnen der Arsch auf Grundeis.

Still sind sie geworden, die bunten Vögel im Wald, aus purer Angst vor dem Habicht.
Nur, wer ist der Habicht?
Oder sind sie jenem Framing auf den Leim gegangen, das die gesamte Maßnahmen-Protestbewegung als politisch rechts einrahmte?

Euch ist also eure gesicherte Ecke lieber, als in den Ring zu steigen und für das Leben einzutreten.
Es macht euch nichts, wenn ihr Bilder von Krabbelstuben seht, wo Betreuerinnen vor den Kindern FFP2-Masken tragen, die es Kindern verunmöglichen, die Mimik zu lesen, die Lippen zu sehen?

Ihr stört euch nicht an den Triagen der Kinder- und Jugendpsychiatrien?
Es stört euch nicht, dass Kinder isoliert in Depressionen schlittern, sich das Leben nehmen?

Freundschaft

Da ist es euch also lieber, ja nicht den „schwarzen Peter“ bzw. „braunen Adolf“ untergeschoben zu bekommen, auch wenn jeder weiß, dass ihr dagegen immer schon immun ward?

So ängstlich seid ihr? Echt?

Ja, ich bin für eine Befreiung der Kinder und Jugendlichen, jener Gruppe, die an Corona kaum erkrankt.

Und kommt mir jetzt ja nicht damit, dass sie doch schwer erkranken können. Die Chance ist extrem gering, die Grippe forderte in der Grippesaison 2017/2018 neun Todesfälle in dieser Altersgruppe in Österreich, Corona keinen.


Und seit wann darf man an einer bestimmten Krankheit nicht erkranken oder sterben, an allen anderen aber schon?

Die Angst vor dem Tod als Schlachtruf für eine weltweite Entrechtung?

Die Beschneidung der Grundrechte und des Rechts auf würdevolles Sterben?
Und blind vor Angst marschieren wir im Gleichschritt wie Roboter in eine Technokratie und merken es nicht.

Und wir bemerken auch nicht mehr, dass laut Oxfam-Bericht an den Rändern unserer ersten Welt aufgrund der Corona-Maßnahmen täglich bis zu 12 000 Menschen zusätzlich verhungern.
Besonders betroffen: Alleinerziehende Frauen und Kinder.

Da das Durchschnittsalter der an und mit Corona-Verstorbenen über der durchschnittlichen Lebenserwartung liegt, kann das Virus doch nicht dafür verwendet werden, eine ganze Gesellschaft zu „reseten“ wie einen Computer.
Undifferenzierter Lockdown – das kann wirklich jeder.
Aber nur, wenn Angst und Schuld das Gehirn lähmen.

Tanzen wir raus aus dem Zug der Lemminge, fallen wir aus dem Rahmen.

Kämpfen wir für die Rechte der Jungen, aber auch der ganz Alten.
Denn diese sterben allzu oft an einem gebrochenen Herzen, völlig allein gelassen.Gerald Ehegartner - Bild: aber leben und tanzen wir wieder
Lassen wir uns nicht lahmlegen mit der Angst vor Tod und Krankheit. Ja, seien wir vorsichtig, wenn angebracht, aber leben und tanzen wir wieder.

Und lassen wir uns von dem Spiel mit der Schuld, getarnt als Solidarität, nicht täuschen. Wir haben keine Schuld. Wir haben auch keine Verantwortung für andere. Wir haben Verantwortung gegenüber anderen.

Und wer den Tod vermeidet, der stirbt ab. Es ist schleichender Selbstmord, um dem Tod zu entkommen.

Und so müssen wir neue, differenzierte Wege im Umgang mit diesem eigenartigen Virus suchen.
„Es ist gekommen, um zu bleiben“, aber unsere Ängste und unsere Schuld dürfen gehen.

Kinder und Jugendliche wollen ihre Träume leben – und die Mehrzahl von Traum bedeutet nicht Traumata – sondern eben Träume.

Kinder und Jugendliche, denkt daran: „Isolation is not good for me.“

Lebt eure Träume, lebt für eine bessere Welt und werft die Masken falsch verstandener Konformität ab. Ihr habt es verdient!

Gerald Ehegartner,
Lehrer und Autor

Fotoquellen: Pixabay.com, People photo created by standret – www.freepik.com

1 Kommentar

  1. Hi Gerald,

    ich finde deinen Text auf deiner Website großartig! Du sprichst mir aus dem Herzen.

    Mir ist auch unverständlich, wie furchtbar und furchterregend viele Eltern, die ihre Kinder eigentlich lieben, diese tiefgreifende Traumatisierung mit ihren Kindern machen lassen. Es ist alles so schrecklich und unverständlich.
    Liebe Grüße
    Ruth

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