Rezensionen, Interviews und Buchbesprechungen zu
Kopfsprung ins Herz – Als Old Man Coyote das Schulsystem sprengte
Buchbesprechung in Lernen mit Zukunft / 4. Dezember 2019 / Gerald Ehegartner
Visionssuche und mein Buch: „Kopfsprung ins Herz …“
Lernen-mit-Zukunft-4DEZ19 Lernen-mit-Zukunft-4DEZ19-2Spirit online / 3. Dezember 2019 / Gerald Ehegartner
Selbstwert und Schule – Lachen ist die beste Medizin!
Selbstwert-und-Schule-Lachen-ist-die-beste-Medizin-–-auch-in-der-SchuleGerald Ehegartner / Lebe-Liebe-Lache.com
Rettet die Jugend unsere Zukunft?
„Die Grünen – die neue Volkspartei der Jugend“ titelte der ORF nach der Europa-Wahl. In Deutschland wählten über 20 Prozent grün und die Partei überholte dabei die SPD.
Youtuber Rezo veröffentlicht ein erstaunlich gut recherchiertes Pamphlet gegen die arrivierten Altparteien und die AfD – und die Politik weiß nach Millionen Klicks immer noch nicht, wie sie auf diese neue Entwicklung reagieren soll.Nach der Wahlschlappe hört man die ersten Stimmen, dass hier in Zukunft spätestens vor Wahlen zensuriert gehöre. Eigentlich unglaublich.

„Fridays for future“ wird zu einer immer größeren, unaufhaltsamen Bewegung.
Die deutsche Stimme dieser Initiative – Luisa Neubauer – wird heftig kritisiert. Besonders hart aber wird Greta Thunberg von einigen ins Visier genommen – meist von älteren Männern, die sich von der kleinen „Pippi Langstrumpf“ aus Schweden nicht in die altbekannte, abgestandene Suppe spucken lassen möchten.
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Nur – es scheint, als ließe sich der junge, grün-bunte Zug, angeführt von kraftvollen jungen Frauen, nicht mehr aufhalten.Die Jugend, der immer wieder unterstellt wurde, sie sei zu bequem, sie sei unpolitisch, interessiere sich für Fragen der Zukunft nicht und wische lieber über ihre Smartphones – genau diese Jugend steht auf.Und plötzlich herrscht Ratlosigkeit in den Parteistuben und an anderen Schalthebeln der Macht.
Als ich den Grönlandschamanen und Klimaaktivisten Angaangaq Anfang dieses Jahres für die großartige Schweizer „Infothek Waldkinder“ interviewte, meinte er:
„Greta repräsentiert die Zukunft der Menschheit und wie sie mit Mutter Erde verbunden ist.
Im Moment vergewaltigen wir die Erde, nehmen ausschließlich und geben nichts zurück. Wir denken nicht an die Konsequenzen.“
Angaangaq plädiert auch für die Naturvermittlung im Unterricht: „Hoffentlich kannst du in deiner Schule, im Schulsystem die Kinder lehren, die Mutter Natur zu verstehen. Die Welt des Kindes wird sich öffnen. Das Herz wird sich öffnen und das Kind wird viel mitfühlender und sorgsamer mit dem Leben sein.“ Vor Jahren habe ich mit einer Kollegin das 1. österreichische Naturpädagogik-Wahlpflichtfach gegründet – mit dem Namen „Abenteuer Natur“. Wir erhielten dafür sogar den „Teacher´s award“ des Bundesministeriums.Wir setzen an unserer Schule Ziele der „Global goals“ um, sind dem Netzwerk „Ökolog“ beigetreten und bieten die unverbindliche Übung „Gartengestaltung“ an.
Ja, es ist einfach Zeit aufzustehen – und sich für die Umwelt, für unsere Zukunft einzusetzen.
Die Jugendlichen sind Träumer im positiven Sinne – sie träumen von einer positiven Zukunft. Und sie sind dabei zugleich auch Realisten, wie jeder ernsthafte Wissenschaftler bestätigen würde.
Jene Erwachsenen, die den Klimawandel leugnen oder die in der Politik bloß ihre Machtinteressen leben – diese sind negative Träumer und schon gar keine Realisten.Und diese „negativen Träume“ erleben wir gerade als Drama auf der politischen Bühne, inszeniert von Menschen, die das Tageslicht der Realität scheuen, um weiterhin ihren krummen Geschäften nachzugehen.Doch dafür ist aber eigentlich keine Zeit mehr.
Kopfsprung ins Herz:
In meinem Buch „Kopfsprung ins Herz – als Old Man Coyote das Schulsystem sprengte“ , das im Bereich „Umweltschutz“ monatelang als Amazon-Bestseller geführt wurde, findet sich folgende Stelle:
„Wenn es uns in einer Gesellschaft gelingt, kraftvolle, naturverbundene und friedvolle Schüler in die Welt zu entlassen, dann haben wir am Ende am meisten gewonnen. Es geht nicht mehr um alle möglichen Kompetenzen. Dafür ist die Zeit zu knapp. Es geht darum, ob wir uns zerstören oder nicht …“
Naturvermittlung und Friedens-bzw. Herzensbildung sind hier wohl die Kernkompetenzen! Alles andere ist bei näherer Betrachtung nicht mehr so wichtig.
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Gerald Ehegartner’s Interview mit Angaangaq / Infothek Waldkindergarten: „Das Eis in den Herzen der Menschen soll schmelzen“
Angaangaq-WaldkinderGerald Ehegartner/5. Dezember 2018 / Lernen mit Zukunft
Auch in der Schule: Lachen ist die beste Medizin
Lachen-beste-MedizinGerald Ehegartner/15. Juni 2018 / Schools of Trust Blog
Im echten Leben – Die Visionssuche

Der herrliche Duft von verbranntem Salbei steigt mir in die Nase.
Ich bin an der Schwelle zu meiner ersten Visionssuche und aufgeregt.
Meine beiden Guides sprechen Gebete und fächern mit Federn den Rauch von
Salbei in mein Energiefeld.
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Ihre Wörter klingen wie Beschwörungen aus fernen Zeiten – und doch so nah und vertraut.
Langsam verlasse ich die Schwelle, packe meinen Rucksack, zwei Wasserkanister und meine Unterlagsmatte. Die Plane habe ich noch in meinem Rucksack verstaut.
Für mehr ist nicht Platz. Nicht einmal ein Zelt sollte mit auf die äußere und innere Reise. Nur ich und die Wildnis. Sogar das Essen bleibt für die nächsten Tage im Base-Camp.
Ich schaue mich um. Death Valley hat seinen ganz besonderen Reiz. Obwohl es Ende Dezember ist,
scheint an diesem Ort die Sonne kaum Kraft verloren zu haben. Der Höhepunkt der Visionssuche hat
nun begonnen!

Wieder stehe ich an der Schwelle – diesmal in New Mexico.
Ich habe mich entschieden, die Ausbildung zum Vision quest guide zu machen.
Zu sehr hat die erste Visionssuche mein Leben verändert. Ich bin zutiefst überzeugt von der Kraft dieses Rituals.
Vieles hatte ich schon probiert – einiges hatte auch wunderbare Wirkungen. Nur – die Visionssuche, die ging tiefer als das meiste zuvor.
Mein Leben wurde buchstäblich transformiert.
Ich marschiere hinaus in die trockene Wildnis von New Mexico, zwei Geier weisen mir den Weg.
Vier Tage und vier Nächte begebe ich mich wieder in diese Intimität. Keine Ablenkung – nur die Natur und ich, ganz allein.
Kein Baum, der sagt: Tu dies und mach das. Keine Wolke, die meint, sie wüsste, was das Beste für mich sei. Die Natur spricht schweigend zu mir. Kein Aufdrängen, kein Raumnehmen – sondern endlose Weite. Ich bin mir wieder ganz nahe und stolpere über Kojote.
Ein großes Lachen erfasst mich. Ich tanze – und keiner sieht mich. Ich weiß, was zu tun ist.
Zurück in Österreich gründe ich mit unbändig-verrückter Kraft das 1. Naturpädagogik-Wahlpflichtfach Österreichs, danach beginne ich an meinem Buch „Kopfsprung ins Herz – Als Old Man Coyote das Schulsystem sprengte“ zu schreiben.
Old Man Coyote hatte es mir angetan. Nun ist der Heldenroman erfolgreich am Markt und hat seinen großen Spaß daran. Ich genieße es. Begonnen aber hat alles – bei meiner letzten Visionssuche in den USA.
Bei beiden Visionssuchen stand ich vor Übergängen. Einmal in punkto Familie und das zweite Mal vor einer beruflichen Veränderung.
Der vielleicht größte Übergang im Leben – abgesehen vom Tod – das ist aber wohl jener, wenn wir erwachsen werden.
Und genau hier an diesem Punkt, an dieser Schwelle – wo sich alles neu zu drehen beginnt – da bieten wir als Gesellschaft für die heranwachsende Generation kaum etwas an. Die Firmung bzw. Konfirmation scheint ein Restritual zu sein, das in sich einen wunderbaren Geist tragen würde. Nur gelingt es auch hier meist nicht, die Jugendlichen abzuholen und einen kraftvollen Mentor während der Initiation an die Seite zu stellen.
So überlassen wir die Jugendlichen einer zufälligen und von zu vielen äußeren Faktoren abhängigen Reifung.
Viele werden niemals reif. Sie stolpern in ihr Erwachsenen-Leben, ohne je bewusst die Schwelle gespürt zu haben. Manche rotten sich in Gangs zusammen – und erfinden Rituale, gefährliche Rituale, denen die Weisheit fehlt. Andere organisieren sich in „Peer groups“, denen es an Kraft fehlt.
Die Suche und das Finden der eigenen inneren Wahrheit, der eigenen Träume verblasst im Lärm der täglichen Inputs einer immer schneller taktenden Informationsgesellschaft.
Die Visionssuche bietet sich hier als ein wunderbares Übergangsritual an. Sie lädt ein zu einem tiefen Spüren des eigenen Wesens, des eigenen Weges. Sie macht frei von den Erwartungen anderer, Fremdbestimmungen können losgelassen werden – und der eigene Weg erscheint kraftvoll vor dem inneren Auge. Nur – will man überhaupt kraftvolle junge Menschen, die sich der eigenen Träume, der eigenen Vision und Mission bewusst sind? Oder will man nicht eher Konsumenten, die, betäubt vom Überangebot und der Beliebigkeit, die Maschine am Laufen halten?
Es gibt sie aber – die wenigen Angebote für Jugendliche, um in der Natur, in der Wildnis sich selbst zu entdecken. Hier sind Erwachsene Mentoren im besten Sinne. Sie begleiten kraftvoll, ohne zu gängeln. Der wahre Lehrer ist die Natur und die innere Führung des Jugendlichen.
Erwachsene Mentoren begleiten und schützen nur den Prozess der Verpuppung der Raupe und des Schlüpfens des Schmetterlings.
Es ist fantastisch, dass mittlerweile ein paar wenige Schulen freiwillige Angebote zur Visionssuche bzw. zu „Walk aways“ geben.
„Wenn wir nicht unsere Jungs initiieren, dann werden sie unser Dorf niederbrennen, nur um die Hitze zu spüren“ – ist ein afrikanisches Sprichwort, das einen wichtigen Punkt von Initiationsriten beschreibt.
Gerade auch Jungs wollen die Hitze ihrer eigenen Seele, ihres Auftrages in der Welt tief spüren und leben.
Wenn wir sie nicht die Fackel ihres eigenen Lebens tragen lassen, dann besteht die Gefahr, dass sich ihre männliche Kraft gegen die Gesellschaft richtet. Bei einem Blick auf die Lage der Welt muss man wohl anerkennen, dass zu viele Männer nicht initiiert sind. Ihre kindlichen Aggressionen sind derzeit dabei, in erwachsenen Körpern den Planeten in schwerste Bedrängnis zu bringen.
Und so ist es geradezu eine Notwendigkeit, die Kraft der Initiation wieder zurückzuholen in unsere technokratische Welt, die meint, alles selbst steuern zu können.
Gerade die Schule ist aufgerufen, für den Planeten und die Seelen der Kinder einzutreten – und nicht bloß Material für eine Wirtschaftsmaschinerie zu liefern, die drauf und dran ist, erstmals
in der Menschheitsgeschichte den Planeten zu ruinieren.
„Erwachsen werden in der Wildnis“ war der großartige Dok-Film, der mich zu meiner ersten Visionssuche inspirierte. Erwachsen werden in der Wildnis – ein ganz besonders kraftvoller Weg ins Erwachsensein.
Wenn wir die Global Goals der UN auch als Schule ernst nehmen, dann kann das Instrument der Visionssuche einen tiefen und großartigen Beitrag für eine bessere Welt der Potentialentfaltung leisten.
Und es ist an der Zeit für einen Paradigmen-Wechsel von der Ressourcenausbeutung zur Potentialentfaltung.
Gerald Ehegartner ist derzeit Lehrer an einer Neuen Mittelschule in Österreich.
„Kopfsprung ins Herz – Als Old Man Coyote das Schulsystem sprengte“ ist sein Debütroman – und wurde nach seinem Erscheinen nicht nur Bestseller des Verlages, sondern auch Bestseller Nr. 1 bei Amazon.
Gerald ist ausgebildeter Natur- und Wildnispädagoge, Mitbegründer des 1. Naturpädagogik-Wahlpflichtfaches in Österreich – sowie „Vision quest guide“.
Er ist auch Teil des „Lernweltteams“ http://www.lernwelt.at/leitung/team/index.html sowie der „Akademie für Potentialentfaltung“.
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Gastartikel im Compassioner.com
Humor in der Schule – ein Plädoyer für mehr Leichtigkeit

„Alles, was wir unseren Kindern beibringen, muss sich von dem unterscheiden, was Maschinen können” – das ist eine wichtige Botschaft für unsere Zukunft.
Schule und Humor. Klingt das nicht ein wenig wie Nordpolarmeer & Badeurlaub, Kirchenchor & Heavy Metal oder Heidi Klum & Empathie? Irgendwie widersprüchlich, fast unmöglich. “Nein!”, sagt der Lehrer und Autor Gerald Ehegartner. Hier sein Plädoyer für mehr Humor in der Schule.
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Wir kennen sie alle noch – so manch gestrenge Unterart der Spezies Lehrer. Alles an ihrem Leben scheint fein säuberlich, wohl geordnet, korrekt und fehlerlos.
Dort, wo ihr Blick hinfällt, zieht sich spontan das Leben zurück. Sie sind angetreten, das Leben zu zähmen, das sich in einer quicklebendigen Schülergruppe vor kurzem noch zeigte.
Doch eines sucht man vergeblich: Sinn für Humor in der Schule
Als Old Man Coyote in meinem Buch „Kopfsprung ins Herz – Als Old Man Coyote das Schulsystem sprengte“ eine imaginäre Aufnahmeprüfung für Lehramtsstudent*innen (im Wohnzimmer der Hauptperson Noah) nachstellt, da verlangt er zuallererst eine Lachprobe von den angehenden Student*innen.
Die alte, versteinerte Beamtenwelt und das neue, neoliberale Kompetenzuniversum – sie waren wohl angetreten, um dem Humor in der Schule den Garaus zu machen. Ob Beamten-Granit oder Kompetenz-Asphalt – beide Anonymitäten sind kein Freund der bunten Blumenwiese…
Und dann schaukelte ich mit einem Kollegen während des letzten Schul-Schikurses am Sessellift Richtung Berggipfel – und er meinte plötzlich zu mir:
„Mindestens einmal während der Unterrichtsstunde sollen meine Schüler lachen können.“
Ich musste ihm begeistert zustimmen, während ich daran dachte, dass das Leben zum Glück nicht aufzuhalten ist.
Ist es nicht die Freude, die uns aus dem Überleben in den Schöpfermodus katapultiert?
Und ist der Humor, das Lachen vielleicht die Revolution an der Schule – jener elementare Aspekt, den wir übersehen hatten, als wir, in ernste Sorgenfalten gelegt, über der Idee der perfekten Schule brüteten?
Ist DAS vielleicht der Neubeginn mit den Schüler*innen – der viel beschworene Aufbruch in eine bessere Zukunft?
Hatten wir vielleicht genau diesen Punkt in der ernsthaften Debatte über eine bessere Schulwelt übersehen? Ist der Humor jene Fähigkeit, die uns den Kopfsprung ins Herz auch mitten in der Schule gelingen lässt? Können wir dann noch unter-richten, oder beginnen wir nicht eher aufzurichten?
Viele von uns sind ja überzeugt, Ernsthaftigkeit sei gleichbedeutend mit Aufrichtigkeit, Effektivität und Reife. Tatsächlich aber hat das wenig miteinander zu tun.
Gerade im Lachen, in der Verspieltheit und im Humor steckt eine Qualität, die uns zu echten Menschen macht. Nur intelligente und komplexe Lebewesen spielen.
Und es braucht echte Intelligenz, um die Welt mit dem Blick des Humors wahrnehmen zu können. Genau diese Qualitäten öffnen das Herz und machen uns lebendig.
„Alles, was wir unseren Kindern beibringen, muss sich von dem unterscheiden, was Maschinen können”
– fordert Jack Ma, der Gründer des Internetgiganten Alibaba und ehemaliger Lehrer.
Lachen, Humor, Verspieltheit, Fantasie – diese Qualitäten machen uns lebendig und unterscheiden uns von Maschinen.
Der geniale William Blake meinte sogar, dass uns erst diese Qualitäten zu echten Christen machen würden – und nicht das brave und kompetente Befolgen von Vorschriften und Programmen, von anderen entworfen.
Ein echter Meister ist doch meist er– und keine programmierte, seelenlose Kompetenzmaschine.
Also, verwandeln wir die Ernsthaftigkeit wieder in Humor, das Marschieren wieder in einen Tanz, die Kompetenzraster in Freiräume, die Humanwissenschaften in Humorwissenschaften, Kälte wieder in seelenvolle Wärme, Ressourcenausbeutung in Potentialentfaltung und kompetent-brave Menschen wieder in Christen à la William Blake.
Verlassen wir doch das rostige Schiff der jammernden Opfer, ewig geankert im sicheren Hafen der schlechten Kneipen – und besteigen wir das Schiff des Lebens.
Wir brauchen Sauerstoff, frische Luft zum Atmen.
Nicht die verstaubte Beamtenwelt und die noch lebensfeindlichere, schädliche Fabrikshallenluft jener Fabriken, die Kompetenzen definieren und produzieren, nach denen Roboter-Menschen sich orientieren.
Steigen wir raus aus dieser Bevormundung – rein in die verrückte Welt des freien Geistes.
Und plötzlich wird man nicht mehr wissen, wohin der lebendige Geist uns führt – aber das Leben wird ein Fest des Lachens, des Humors und Tanzes.
Kinder lieben es zu lachen. Sie lieben Lehrer, die mit ihnen auch Spaß haben können und Sinn für Humor in der Schule zeigen. Nicht umsonst empfiehlt Shakespeare den Humor als eines der besten Kleidungsstücke in Gesellschaft zu tragen.
Gerade der Humor öffnet lange verschlossene Türen, ansonsten kaum zu öffnende Herzen und Hirne. Er bringt verkrustetes, starres Leben wieder in Bewegung.
Lassen wir uns vom Humor auch impfen gegen so manche Widrigkeiten der Schulwelt.
„Ich habe eine Sechsfach-Impfung hinter mir: Der Wirkstoff hilft gegen Kompetenz, Bildungsstandards, Portfolio, Evaluierung, Professionalisierung und Hochbegabung“, erklärt in „Kopfsprung ins Herz …“ ein Kollege der Hauptperson Noah.
Der Mentor und Heilige Narr Coyote mahnt sogar ein:
„Ich warne euch! Vergesst nicht auf den Humor.
Lacht, weil alles so absurd ist. Wenn ihr über die
Absurdität und Paradoxie des Lebens lacht, dann
wird euch das noch den Arsch retten, um mal
Klartext zu reden.“
Am Ende des Buches findet sich noch ein Aufruf an alle, die den „heiligen Medizinbeutel des Humors“ bei sich tragen:
„Heilige Narren, Clowns, Trickster dieser Welt – vereinigt euch! Der Zustand dieser Welt ist viel zu ernst!“
Also: Rein ins das beste Kleidungsstück, das wir tragen können – und raus in die Welt!
Gerald.
Zum Autor:
Gerald Ehegartner ist Lehrer, Autor, Natur- und Wildnispädagoge und Visionssucheleiter.
Sein Buch „Kopfsprung ins Herz – Als Old Man Coyote das Schulsystem sprengte“ begeistert seit seinem Erscheinen viele Leser*innen und zählt zu den Bestsellern auf Amazon.
Gerald Ehegartners Leidenschaft ist die Begleitung von Kindern und Jugendlichen beim Entwickeln ihrer Potenziale. Er gründete mit einer Kollegin das erste Naturpädagogik-Wahlpflichtfach Österreichs – „Abenteuer Natur“ – und wurde dafür mit dem „Teacher´s award“ ausgezeichnet.
Er ist Mitglied der „Lernwelt“ sowie der „Akademie für Potenzialentfaltung“ von Prof. Gerald Hüther.
Gerald Ehegartner war auch Teilnehmer des Online-Kurses „Schreibglück“.
Lernwelt.at
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Lernen mit Zukunft – Das Herz der Natur
Wir brauchen viel mehr Coyoten als Lehrer an unseren Schulen
Interview mit Gerald Ehegartner, Lehrer, Autor von Kopfsprung ins Herz

Gerald Ehegartner hat sich den Traum vom eigenen Buch erfüllt, das inzwischen schon mehr als zweitausend Mal verkauft wurde. Es ist die Leichtigkeit mit der Gerald Ehegartner das sperrige Thema Bildung mit geistreichem Witz und verrückt-genialer Denkweise in seinem Roman knackt. Mit seiner Persönlichkeit und seinem Zugang zu den Dingen und seine Art zu denken, möchte er der Not in der Bildung mit der Naturmentoring Methode des Coyote Teaching ein anderes Gespür vermitteln.
Infothek Waldkinder: Wie unterrichtet man das (Naturpädagogik-)Fach „Abenteuer Natur“?
Gerald Ehegartner: Man holt die Kinder von den Klassenräumen ab und geht raus in die Natur. Das wäre mal das Wichtigste. Nein, ehrlich. Da ist gar nicht so viel dabei. Die SchülerInnen lieben es, wenn sie das Schulgebäude verlassen dürfen, um im „wahren Klassenraum“ zu sein – draußen in der Natur.
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Die SchülerInnen lieben es, wenn sie das Schulgebäude verlassen dürfen, um im „wahren Klassenraum“ zu sein – draußen in der Natur.
Wir wechseln dabei über einen Bach – und landen in einem anderen Bundesland, was irgendwie witzig ist, denn bei uns gibt es im Schulwesen eine starke Trennung zwischen den Bundesländern. Ansonsten unterrichtet man es am besten mit viel Liebe zu den Kindern, mit viel Freude am Spaß und einem Entdeckergeist. Letztendlich ist es ja immer die Haltung, die wesentlich ist.
Wie wird man für das Schulfach Abenteuer Natur mit dem „Teacher’s Award“ ausgezeichnet?

Ich wusste von einem Radio-Journalisten des fantastischen Kultursenders „Österreich 1“, der aufgrund eines Beitrages über unser Fach sehr genau recherchiert hatte (unter anderem beim Bildungsministerium), dass wir die Ersten waren, die ein naturpädagogisches Wahlpflichtfach an einer Schule auf die Beine gestellt hatten.
Somit hatte ich ein gewisses Selbstvertrauen, füllte den Kriterienkatalog aus – und bekam später vom „Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur“ (gemeinsam mit der „Industriellenvereinigung“) den „Teacher´s award“ zugesprochen.
Ich hatte damals schon darauf vergessen. Eigentlich war´s wieder nur eine Frage, den Schritt zu tun, das „Onlineformular“ auszufüllen und auf „absenden“ zu klicken. Das war´s eigentlich. Man muss die Dinge nur machen.
Dein Leittier ist der Coyote. Warum das, Herr Lehrer?

Ich bin in der Wildnis New Mexicos regelrecht über ihn gestolpert. Es war so offensichtlich, dass dieser Coyote zu mir wollte – und ich zu ihm. Und er passte so wunderbar – nach all den Jahren der spirituellen Suche war er auch eine Schlüsselantwort.
Wir brauchen viel mehr Kojoten als Lehrer an den Schulen
Die Qualität des Coyoten ist einfach eine närrische, weise und schöpferische. Er ist schnell und erfasst gleichzeitig ungemein viel in seiner Originalität. Und ich bin felsenfest davon überzeugt: Wir brauchen viel mehr Kojoten als Lehrer an den Schulen – und weniger domestizierte Nutztiere.
Dein Debütroman «Kopfsprung ins Herz» ist ein Bestseller. Es erzählt vom Coyoten als unsichtbaren Lehrer, der mit Witz, Charme und unverblümter Natürlichkeit hilft aufzuwachen, um seinem Herzensweg zu folgen. Was willst du den Teilnehmern in dem Workshop mit auf den Weg geben?

Genau dasselbe wie mit meinem Buch:
Mut. Zuallererst Mut, den Schritt zu wagen, der eigentlich Freude und Spaß bereiten würde. Und dann den Mut, im eigenen Stil zu gehen, zu unterrichten, zu tanzen, zu laufen – letztendlich zu leben.
Das hat auch viel mit dem extrem mutigen und verrückten Sprung vom Hirn ins Herz zu tun. Das mag romantisch klingen, ist es aber nicht nur. Letztendlich macht der Sprung intelligenter im eigentlichen Sinne.
Ich will Mut machen, in der Schule auch neue Ideen, ja sogar Träume zu leben.
Ich will Mut machen, in der Schule auch neue Ideen, ja sogar Träume zu leben. Und ich will mitgeben, was möglich sein kann. Wir haben zwischen beamteter Veränderungsverweigerung und neoliberalem Test-, Mess- und Optimierungswahn mit eingebauter Output- und Burnoutorientierung den Möglichkeitssinn verloren.
Ja, ich will zu Freude anregen, Freude an der eigenen Selbstwirksamkeit. Das heißt auch, den Kojoten (um den „heiligen Narren“ so zu nennen) in sich selbst zu entdecken, nicht einfach ein Programm von außen zu übernehmen. Dann hat man Mut, auch neue und verrückte Wege zu gehen. Und dann wird man auch wirklich zu einem voll entfalteten Geschenk für die Kinder. Noch dazu führt das über den Weg der Freude.
Das Leben wird zu einem Tanz: Wie sagte schon Nietzsche: „Die Tanzenden wurden verrückt gehalten von denjenigen, die die Musik nicht hören konnten.“ Also – dieser Mut zur „eigenen Verrücktheit“ ist eine wunderbare Win-Win-Situation. Die Kinder profitieren, der Lehrer profitiert – und die ewigen Zaungäste darf man ruhig meckern lassen.
Welche neugierigen Pädagogen sprichst du besonders an?
Jene, die im Hinterkopf schon ahnen, dass sie ein wenig verrückt im positiven Sinne sind, die Dinge anders machen wollen – und das inmitten eines immer stärker getakteten Systems. Ja – und auch PädagogInnen mit einem Freiheitsdrang in die Natur. Jene, die nach eigenen, unabhängigen Wegen suchen – und noch einen kleinen Schubs oder einen heftigen Tritt in den Hintern brauchen.
PädagogInnen mit einem Freiheitsdrang in die Natur
Besonders auch für jene, die den Überlebensmodus verlassen wollen und über die Freude ihr schöpferisches Potential entdecken wollen. Ich glaube, dass die Schlüsselkompetenzen (ich mag eigentlich den Begriff „Kompetenz“ nicht wirklich, ist er doch ein Produkt der um sich greifenden Ökonomisierung der Bildung) in Zukunft „Herzensbildung“ und „Naturvermittlung bzw. –verbindung“ sein werden. Alles andere ist sekundär, wollen wir uns auf diesem Planeten noch eine Chance geben.
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Impressionen aus dem ersten Kurs „Die Geheimnisse des Coyote Teaching“ im April mit Simon Haser als Referent.
Redaktionsleitung: Christoph Lang, Nadja Hillgruber
Redaktionelle Gestaltung und Umsetzung: Nadja Hillgruber, www.infothek-waldkinder.org
Bildnachweis: Fotografie © Infothek Waldkinder
Das digitale Fachblatt ist in seinem 9. Erscheinungsjahr

Buchbesprechung Kopfsprung ins Herz – Als Old Man Coyote das Schulsystem sprengte
Kopfsprung ins Herz – Ein Buch über die Schule und das Leben
Es war Oktober 2017, als mein Roman „Kopfsprung ins Herz …“ auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde.
Gespannt wartete ich, wie wohl die ersten Reaktionen ausfallen würden.
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Würde sich überhaupt jemand für mein Buch – noch dazu zum Thema Schule – interessieren? Und wenn ja – würde es gut ankommen oder vielleicht sogar heftig kritisiert werden?
Während ich hoffte und bangte, kletterte mein Erstlingsroman die Bestsellerlisten nach oben, wurde großartig rezensiert und öffnete mir viele Türen – unter anderem auch in die „Akademie für Potentialentfaltung“ von Gerald Hüther, der später noch großartige Werbung für das Buch machen sollte.
Ich hatte also Recht behalten: Ein Buch zum großen Thema Schule interessiert viele, ja es brennt regelrecht unter den Fingernägeln.
Ich wollte damals etwas völlig anderes, etwas Neues und Frisches schreiben. Kein „7-Schritte-Programm zum ultimativen Lehrer“ oder eine ernsthafte pädagogische Abhandlung. Von dieser Sorte gab es meiner Meinung nach mittlerweile genug. Und in meiner Seele schlummerte schon etwas, das nur darauf wartete, endlich das Licht der Welt in Form eines Buches zu erblicken.
Eine Reise, die alles veränderte
Nur, wann begann die Reise zum Buch?
Es war vor vielen Jahren, als ich alleine in der Wildnis von New Mexico – unweit von Santa Fe – unterwegs war. Ich stolperte über Kojote, diesen verrückten indianischen Helden und Narren – aber das ist eine andere Geschichte.
Allein – mein Leben begann in diesem Moment zu tanzen.
Mit einem Schlag war mir klar, wie ich und viele von uns nach Leben dürsten, nach Spaß, Freude, Verrücktheit – und der Freiheit, ganz eigene Wege zu gehen.
Mein Potential schien regelrecht zu explodieren.
Als ich zurückkehrte von meinen einsamen Tagen in der Wildnis, hatte ich mich verändert. Zurück an meiner Schule (10-14-Jährige) in Österreich wurde ich innerhalb kurzer Zeit von meiner Direktorin als Innovationsteam-Leiter vorgeschlagen. Mit einer Kollegin gründete ich gemeinsam das erste österreichische Naturpädagogik-Wahlpflichtfach „Abenteuer Natur“. Wir waren nicht nur in vielen Medien präsent und erhielten den „Teacher´s award“ – sondern fanden mit dem Projekt auch Eingang in Herbert Renz-Polsters sowie Gerald Hüthers Bestseller „Wie Kinder heute wachsen“.
Trotz zusätzlicher „Erfolge“ und großartiger Menschen, denen ich begegnete, fühlte ich eine immer stärker werdende Unruhe. Etwas in mir klopfte lauter und lauter und ich wusste nicht so recht, was es war. Spontan entschied ich mich für einen Kurswechsel. Ich verabschiedete mich schweren Herzens für ein Jahr von der Schule – besonders die Kinder vermisste ich schmerzlich – und machte eine Auszeit in der Form einer „Bildungskarenz“.
Ich wählte die Ausbildung zum „Wildnispädagogen“ beim großartigen Ralf Greiner.
Old Man Coyote entsteht
Die Unruhe blieb mir ständiger Begleiter und nach einem Gespräch mit meiner Frau Irene fand ich mich eines Morgens vor dem Computer wieder – ich hatte begonnen an einem Buch zu schreiben: an dem Buch. Ich hatte überhaupt keinen Plan – ich hörte, fühlte und schrieb. Das Gefühl, etwas eingelöst zu haben, erfüllte mich. Aus dem ersten Vormittag wurden Monate und ich fand mich auf einer Reise wieder. Ich wusste nie wirklich, wohin mich diese führen sollte, ich wusste nur, dass es wieder Kojote war, der führte. Was war das für eine herrlich-verrückte Reise! Er führte mich mit meinem Rucksack voller Erfahrungen durch wildes, freies Gebiet. Selten wanderten wir auf bekannten Straßen.
Ich hatte über die Jahre vieles für meinen „Erfahrungs-Rucksack“ gesammelt – ich war Diätcampleiter, Musikschullehrer für Trompete und Flöte, Grundschul-, Religions- und Integrationslehrer. Mittlerweile arbeitete ich an einer Hauptschule, die sich bald zu einer Neuen Mittelschule transformieren sollte. Also, ich wusste um die Bodenbeschaffenheit unterschiedlicher Schultypen. Ich konnte mittlerweile die Unterrichtsfächer von KollegInnen riechen und eine Grundschul- von einer Mittelschullehrerin aus einer Entfernung von mehreren hundert Metern unterscheiden.
Es waren natürlich nicht die einzigen Erfahrungen, mit denen ich unterwegs war. All die Jahre, die mit Musik erfüllt waren, die prägenden Jahre der spirituellen Suche, mein Scheitern, meine eigene Schulzeit usw. wollten bei der Reise mit dabei sein.
Und so wanderte ich mit Kojote im weglosen Land der Spontanität– und die Geschichte meines Buches entstand. Meine große Liebe zu den Kindern war mir Treibstoff bei dieser monatelangen Reise. Und meine Liebe zur Erde, zum Leben selbst.
Und es wurde eine Hymne auf das Leben, auf das Lebendige.
Kojote hatte mich gelehrt, dass Strukturen sekundär sind – das Leben primär.
Wer an Strukturen und Formen jeglicher Art festhält, der erstarrt und sucht nach Lösungen im Außen, wird vielleicht sogar fanatisch. Wer aber für den Inhalt offen ist, der ist lebendig und alles beginnt zu tanzen.
Und das gilt auch für die Schule. Wie oft suchen wir nach der perfekten Struktur, nach der perfekten Methode – wo doch der lebendige Spirit an einer Schule zuerst die notwendige Transformation einläuten würde? Danach kommen die strukturellen Veränderungen auf natürlichem Wege.
Ist das Leben nicht spontan und als Tanz gedacht, voller Musik, Poesie und Wunder?
Autor Gerald EhegartnerIn meinem Buch kann die Hauptperson Noah – ein junger, mittlerweile vom Leben frustrierter Lehrer – dies nicht mehr sehen. Eines Tages sitzt Kojote in menschlicher Gestalt – als Old Man Coyote – auf Noahs Sofa. Er trinkt Kaffee und beginnt, das Leben von Noah gehörig durcheinander zu wirbeln. Er ist ungewöhnlich, äußerst humorvoll und herrlich verrückt.
Und er zeigt Noah den Weg der „herzenszentrierten Verrücktheit“.
Humor als Schlüssel zum Glück
Noahs Leben ändert sich in der Geschichte von Grund auf, während ihn Kojote als Mentor begleitet. Es wird Noah bewusst, dass er zuerst lebendig werden muss – er zum Leben erwachen muss, bevor er auch in der Schule etwas bewegen kann.
Und er lernt die Medizin des Humors und Lachens in seiner ganzen Tiefe kennen.
„Ich warne euch! Vergesst nicht auf den Humor. Lacht, weil alles so absurd ist. Wenn ihr über die
Absurdität und Paradoxie des Lebens lacht, dann wird euch das noch den Arsch retten, um mal
Klartext zu reden“, meint Old Man Coyote an einer Stelle des Buches.
An einer anderen findet man folgende Aussage:
„Kümmere dich um das Leben und lass die Toten die Toten begraben. Der Schlüssel ist
Verrücktheit, Humor und Lachen. So sprengst du das System, verlässt die Matrix.“
„Kopfsprung ins Herz…“ ist ein Mutmach-Buch für alle, die neue Wege gehen wollen, die ausgetretene Pfade und die ewig selben Geleise verlassen wollen. Es macht Mut, neue Wege auch in der Schule zu beschreiten – trotz oftmals großen Widerständen. Es ermutigt, sich zusammenzuschließen mit Gleichgesinnten – und verrückte Dinge auszuprobieren.
Es ist ein Plädoyer für Humor, Lachen und Verrücktheit – auch inmitten einer oftmals viel zu ernsten und krankmachenden Schulwelt.
Das Buch provoziert zu einem Kopfsprung ins Herz – aus dem ein neuer Spirit entstehen kann, der lebendiger Boden für echte, natürliche Veränderung ist.
Und letztendlich macht es klar, dass wir uns entscheiden müssen – für Form oder Inhalt, für Ressourcenausbeutung oder Potentialentfaltung, für Tod oder Leben.
„Die Tanzenden wurden für verrückt gehalten von denjenigen, die die Musik nicht hören konnten“, soll Nietzsche einmal gesagt haben. Dieser Ausspruch beschreibt die Essenz des Buches.
Lauschen wir dem Herzschlag unseres Lebens und tanzen. Und wenn wir nichts hören können – dann tanzen wir doch trotzdem. Vielleicht können wir dann endlich die Musik des Lebens vernehmen…
Und drehen wir zumindest die Juke-Box in uns auf. Da ist Musik, die wartet, gespielt zu werden.
Danke an „Schools of trust“ für eure wunderbare Initiative, für euren inspirierenden Film und für die Möglichkeit, über das Ermöglichen zu schreiben!
Es ist einfach Zeit, neue Wege zu gehen – Zeit für einen neuen Tanz.
Auf den Kopfsprung ins Herz! Auf das Leben!
Rezensionen:
Es ist nie zu spät, um aufzuwachen und sein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Mit dieser Ermutigung werden Sie sich auf den Weg machen, nachdem Sie dieses Buch gelesen haben.
Gerald Hüther, Neurobiologe, Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung
… weise, humorvoll, lebendig. Ein ganz besonderes Buch.
Barbara Vödisch, Journalistin M.A., Buchautorin
Ein Buch, das einen zu Tränen rührt und zum Lachen mitreißt.
Anita Frischknecht – Rezension im Schweizer „Feuervogel“
Welch eine Botschaft – und welch ein tolles Buch! Danke!
Margret Rasfeld, Bildungsinnovatorin, Mitbegründerin von „Schule im Aufbruch“
Dieses Buch hat genau die richtige Mischung aus Witz und Tiefgang! Hat man einmal angefangen zu lesen, kann man einfach nicht mehr aufhören. Ein Muss für alle, die unser Schulsystem kritisch betrachten oder schon daran verzweifelt sind. Denn dieses Buch vermittelt Hoffnung!
Leonora Leitl, Autorin und Illustratorin, österr. Kinder- und Jugendbuchpreis
Zur Person:
Gerald Ehegartner ist derzeit Lehrer an der Neuen Mittelschule Ramingtal.
„Kopfsprung ins Herz – Als Old Man Coyote das Schulsystem sprengte“ ist sein Debütroman.
Er ist ausgebildeter Natur- und Wildnispädagoge sowie „Vision quest guide“.
Gerald Ehegartner ist auch Teil des „Lernweltteams“ http://www.lernwelt.at/leitung/team/index.html sowie der „Akademie für Potentialentfaltung“.
Nähere Informationen zum Autor findet man unter: www.geraldehegartner.com
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Lernen mit Zukunft – Humor in der Schule!
Lernen mit Zukunft -HumorNeuer Artikel aus dem Blog der Wildnisschule Holzland
Als ich den Titel dieses Buches von Gerald Ehegartner das erste Mal las, traf es mich fast, wie ein Schlag! Old Man Coyote und das Schulsystem! Die beiden Themen, die mein Leben seit so vielen Jahren maßgeblich beeinflussen! Die gegensätzlicher kaum sein können!
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Ich habe das Buch sofort bestellt und war begierig darauf zu erfahren, wie Old Man Coyote es schafft das Schulsystem zu sprengen!
Aber wer ist Coyote bzw. Old Man Coyote?
Der Coyote ist ein Säugetier aus der Hundefamilie und auf dem gesamten amerikanischen Kontinent heimisch. Er ist bekannt für seine Anpassungsfähigkeit, seine Schlauheit und die Fähigkeit, überall zu überleben. Aus der Mythologie der nordamerikanischen Ureinwohner ist er nicht weg zu denken. Er ist ein Trickser, ein Narr und ein Weiser. Immer wieder rettet er die Menschen aus ihrer Not, bringt ihnen das Feuer, verführt Menschenfrauen und ist manchmal sogar der Schöpfer selbst. „So gut wie jeder Stamm erzählt sich unzählige Trickser-Geschichten über den närrischen Überbringer von Lektionen“. (Young, Haas, Gown: „Coyote Guide“ Band I, S. 10)
Coyote ist in uns und um uns, zu jeder Zeit! Er kreiert für uns Situationen aus denen wir lernen können. Er spricht zu uns als unsere innere Stimme, unser Bauchgefühl. Wir müssen nur offen sein, für die uns geschenkten Lehren und vertrauen haben. Auch wenn uns der Sinn einiger dieser Vorkommnisse erst viel später offenbart wird.
Endlich hielt ich das Buch in der Hand! Und trotz meiner 4 Kinder gelang es mir tatsächlich, dieses Buch an einem Tag zu „verschlingen“. Ich denke, jede Mutter kann bestätigen, dass das gar nicht so einfach ist und das Buch dafür wirklich fesselnd sein muss.
Dieser Old Man Coyote platzt plötzlich in das Leben von Noah, einem jungen Lehrer. Und genau dieser Coyote mit seiner Trickserei und seiner Weisheit soll das Schulsystem sprengen? Unser so enges Schulsystem mit seiner Unterrichtsanwesenheitspflicht (zumindest in Deutschland) und seinen Repressalien gegenüber den Familien, die sich dem aus verschiedensten Gründen verweigern?
Der Lehrer Noah in diesem Buch liebt Kinder und möchte tatsächlich an ihrem Leben teilhaben und echte, lebendige Beziehungen knüpfen. Wenn da nur das Schulsystem nicht wäre: Kollegen, die Ärger wittern, unsicher sind und ihre Machtposition in Gefahr sehen!
Old Man Coyote mischt Noahs Leben ordentlich auf. Er nimmt ihn und sich selbst auf die Schippe, zitiert Weisheiten aus bedeutenden Werken der Literatur, er lässt Noah gegen Wände rennen, zu viel Kaffee trinken, Schulhefte rauchen und ihn Stück für Stück an sich selbst, seine Werte und die Liebe glauben.
Dieses Buch sprüht nur so vor Witz und Weisheit. In den tiefsinnigen Dialogen erfahrt ihr, was im Leben wirklich wichtig ist und wie das Schulsystem versucht uns „auf Schiene zu bringen“, wo doch das wahre Leben „neben der Spur“ stattfindet.
Was würde sich verändern, wenn ihr voll Spaß nackt auf dem Tisch singen oder euren Kindern mit dem Herzen zuhören würdet? Probiert es aus! Dieses Buch ist eine wunderbare Motivation!
Ich habe nur einen kleinen Kritikpunkt: Bei manchen der herrlich humorvollen, weisen und nachdenklich machenden Dialogen zwischen Coyote und Noah ist es mir schwer gefallen, zu verfolgen, wer genau gerade spricht. Vielleicht kannst du das in der nächsten Auflage etwas vereinfachen, Gerald?
Lasst Coyote wieder bewusst zu einem Teil eures Lebens werden! Ihr werdet staunen, was er euch alles zeigen wird!
Habt ihr schon Erfahrungen mit Coyote machen dürfen? Habt ihr Lust auf dieses Buch bekommen? Ich freue mich auf eure Kommentare!
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Rezension „Infothek Waldkinder“ (im Schweizer „Feuervogel“)
Rezension Natur Pur Impuls - zu Gerald Ehegartner - Kopfsprung ins Hert - Als Old Man Coyote das Schulsystem sprengteGastbeitrag im Magazin Lernen mit Zukunft
Rezension_lernen-mit-zukunftGastbeitrag im Compassioner zum Thema Herzensbildung

Amazing legs come from an amazing workout
Irgendwie will das mit dem Bildungssystem nicht mehr so recht funktionieren. Und meist werden die Kinder als Allerletzte gefragt, wohin die Reise an den Schulen gehen soll.
Viele Schulen erstarren, manche rudern derzeit sogar zurück – und einige versuchen seit Jahren aufzubrechen. Aber wie? Und wohin?
Wir stehen vor unglaublichen Umwälzungen – und Schule reagiert darauf nur minimal.
75 % der Insekten sind laut einer kürzlich veröffentlichten Studie seit 1989 verschwunden.
Wir haben wahrscheinlich nur mehr 10 Jahre Zeit, die Klimaerwärmung auf ein erträgliches Maß einzudämmen, Millionen Menschen sind auf der Flucht und wir verbrauchen Ressourcen in einem atemberaubenden Tempo.
Und worum kümmern wir uns an den Schulen?
Um die Kontrolle eines Systems, in dem Kinder nach Kompetenzen vermessen werden, um den standardisierten Ablauf jener Maschine zu garantieren, die auch geistige Ressourcen ausbeuten möchte.
Diese Maschine ist gewillt, alle Aspekte des Lebens zu vereinnahmen, das Leben so weit zu takten, dass das Lachen im Alltag nur mehr aus der Ferne zu hören ist.
Genau hier kommt mein Debütroman „Kopfsprung ins Herz – Als Old Man Coyote das Schulsystem sprengte“ ins Spiel.
Und er bietet eine kräftige Medizin – Spiritualität und Humor im Doppelpack.
Old Man Coyote verkörpert in diesem Roman jenen unbändigen, von Leben erfüllten Mentor, der den jungen und mittlerweile frustrierten Lehrer auf eine Reise mitnimmt – auf eine Heldenreise zu sich selbst. Und diese mündet in einem Kopfsprung ins Herz.
Wir können an tausendundeiner Schraube in den Schulen drehen – letztendlich aber kommen wir an dem Sprung ins Herz nicht vorbei. Es ist zuerst die Haltung, die wirkt –
und nicht die noch so ausgeklügelte Methode.
Interview im Schweizer Feuervogel
Herzzentrierte Verrücktheit und Humor beleuchten die Naturpädagogik neu
Buchneuerscheinung – Interview mit Gerald Ehegartner, Autor, Lehrer, Natur- u. Wildnispädagoge
Es umfasst alle drei Genres und bringt eine erfrischende Abwechslung in die Regale und in den Ideenrucksack für Wald-, Wildnis- und Naturpädagogen. Jung- und Althasen sowie Lehrer werden angesprochen, denn es ist nie zu spät für den eigenen Herzensweg.
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Gerald Ehegartner “Kopfsprung ins Herz” Als Old Man Coyote das Schulsystem sprengte Link für Bestellungen
Dein Buch wird von dem bekannten Neurobiologen Gerald Hüther mit den Worten empfohlen: «Es ist nie zu spät, um aufzuwachen und sein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Mit dieser Ermutigung werden Sie sich auf den Weg machen, nachdem Sie dieses Buch gelesen haben.» Wie kam es dazu?
Ich hatte schon Kontakt zu ihm, weil ich zusammen mit einer Kollegin 2012, das erste naturpädagogische Wahlpflichtfach hier in Österreich – „Abenteuer Natur“ – ins Leben gerufen habe. Es ist für die Sekundarstufe für 10-14-jährige Kinder. Das war super erfolgreich!
Gerald Hüther hatte zu dem Zeitpunkt sein Buch veröffentlicht «Wie Kinder heute wachsen» und suchte nach einem Praxisweg, woraufhin er unter anderem unser Projekt in sein Buch aufnahm. So habe ich ihn bereits damals kennengelernt. Das Manuskript habe ich ihm zugeschickt. Das Buch hat ihn offensichtlich überzeugt, woraufhin er mir ein Statement geschrieben hat, was mich sehr freut. Peter Schipek, ein wunderbarer Mensch, der sehr viel bewegt, war da auch immer gleich sehr hilfreich.“

Dein Lebenslauf liest sich nach Herzblut Lehrer mit einem grossen Rucksack an Erfahrung. Mit deinem Buch trägst du deine Philosophie nach aussen und dennoch sind die Mehrheit der Schulen auf einem anderen Pfad unterwegs. Wie fühlt sich das für dich an?
Eine grosse Motivation für das Buch hat genau mit diesem Widerspruch zu tun. Ich habe das Gefühl, mit dem Inhalt jene Menschen stärken zu können, die einen anderen Weg gehen wollen. Gerade auch junge Menschen, die mit neuen Ideen und Visionen in die Schulwelt eintreten. Ich denke, dass es auch ein Mutmachbuch ist.
Ich denke, dass es auch ein Mutmachbuch ist…
Noah, die Hauptperson in meinem Buch, wird aus verschiedenen Gründen ausgebremst. In ihm brannte Feuer und er kam mit viel Begeisterung als Lehrer in die Schule. Mit seinen jungen Freunden schliesst er sich zusammen, begleitet von seinem Mentor „Coyote“. Die Geschichte soll eine Ermutigung für die Menschen sein, die genau bei diesen Problemen anstehen.
Mir persönlich geht es nicht gut, wenn ich höre, dass Kinder immer wieder an Schulen leiden. In meinem Werdegang als Lehrer habe ich verschiedene Kollegen kennengelernt. Das größte Problem, meiner Meinung nach, ist, wenn Kinder an Schulen beschämt werden. Das Schlimmste, was Kindern passieren kann, ist Beschämung und Entwürdigung. Zum Glück aber erlebe ich viele KollegInnen, die sehr wertschätzend sind. Und man muss sich selbst immer wieder an der Nase nehmen – auch unbewusst passieren Verletzungen.
„Eine riesige Gefahr sehe ich auch in der „Ökonomisierung der Bildung“, die seit einiger Zeit Einzug gehalten hat an Schulen. Da wird plötzlich die OECD zum Bildungsexperten – und ein Wirtschaftsbegriff aus den 50-er-Jahren, der Betriebsabläufe definieren sollte, zum Modewort – nämlich Kompetenz. Wir müssen ganz intensiv aufpassen, dass wir nicht für eine lineare Produktionsmaschine auch geistige Ressourcen ausbeuten – die am Ende immer besser verarbeitet, vermessen, verpackt und verkauft werden. PISA und Co. halte ich für eine falschen Weg. In Wahrheit brauchen wir für diesen Planeten etwas völlig anderes, am Leben Orientiertes.“
Was meinst du, worauf der Fokus in Schulen gerichtet werden soll?
Für mich noch zentraler als Lernformen an der Schule, ist die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler. Denn, hast du eine herzliche Lehrkraft, die jetzt noch Frontalunterricht macht, ist das nicht so dramatisch, als die Person selbst, die entwürdigend gegenüber Schülern ist. Es fängt meiner Meinung, bei der Person an, die im Klassen- oder Naturraum mit Schülern anwesend ist.
Das Schlimmste, was Kindern passieren kann, ist Beschämung und Entwürdigung…
Hier ist der grösste Hebel, denke ich, wo angesetzt werde sollte. Aus Studien weiss man, dass es die Beziehung zu den Kindern ist, die wirkt. Eine grosse Wirkung hat auch der Glaube des Lehrers an das jeweilige Kind. Ich würde ausserdem – so wie es Coyote im Buch vorschlägt – zuerst Mal eine „Lachprobe“ bei angehenden Lehrern nehmen. Humor ist eine wesentliche Kleidung als Lehrer.
Was rätst du Erwachsenen und Kindern, die das Gefühl haben, ihnen sind die Hände gebunden und sie werden nicht dort abgeholt wo sie gerade stehen?
Da kann ich aus eigener Erfahrung sprechen. Mich hat die Schule auch inhaltlich nicht dort abgeholt, wo ich tatsächlich war. Ich kam selbst an einen Punkt, wo ich mich fragte, ob ich die Schule abbrechen soll, obwohl ich ursprünglich ein guter Schüler war. Hätte ich die Matura jedoch nicht abgeschlossen, hätte ich nicht die Eintrittskarte für gewisse Richtungen erhalten, die ich heute verfolge.
Mein konkreter Rat ist, sich in einem gesunden Verhältnis den Freiraum zu nehmen, für Dinge, die einem wirklich sehr wichtig sind…
Mein konkreter Rat ist, sich in einem gesunden Verhältnis den Freiraum zu nehmen, für Dinge, die einem wirklich sehr wichtig sind. Mit einem Bein stehen wir fast alle in dem System und mit dem anderen Bein, haben wir die Möglichkeit legitim zu hinterfragen, was das System macht und andere Wege zu gehen. Ich habe einen guten Bekannten, der sich konsequent 1 Stunde am Tag Zeit nimmt für Dinge, die ihm wirklich Spass machen.
Wenn du eine Idee hast, wohin dein Leben laufen soll, dann kannst du natürlich auch leichter etwas aushalten, wovon du eingeengt wirst. Weil du weisst, wohin es geht. Dies kann konzentrierter und schneller, weicher aufgefangen werden.

Ein Zitat aus dem Buch “Kopfsprung mit Herz”
In einem Artikel über dich habe ich die Bezeichnung «Der Kojote unten den Lehrern» gelesen. Du hast die Wildnisschule der „Kojote Akademie“ in Deutschland und bei Hans Müllegger in Österreich besucht. Was war der Grund, diese Ausbildung zu machen?
Es fällt mir leichter, das zu erklären, wenn ich noch einen Schritt zurückgehe. Ich habe davor den Visionsleiter 2010 in den USA gemacht. Damals bin ich auch über den Kojoten gestolpert. Ich wollte noch zusätzlich die Wildnisausbildung absolvieren, denn der Zugang zu den Basics und die Verbindung zum Überleben in der Natur haben etwas Archaisches, was mich sehr berührte. Mentoren, wie z.B. Ralf Greiner, den ich bei Hans Müllegger kennen lernte, haben einen achtsamen und geerdeten Zugang zur Natur, den ich sehr schätze. Das war für mich der Grund, bei ihm die Wildnispädagogen-Ausbildung zu machen.
Gibt es eine Person, der du begegnet bist, die dich für die Charakterfigur „Old man Coyote“ in deinem Buch inspiriert hat?
«Old man Coyote» ist natürlich zuallererst ein indianischer Archteyp – der legendäre Trickster und heilige Narr. Es gibt keine Person, die für Old Man Coyote Modell gestanden wäre. Ich spürte die Figur und schrieb los. Es fliessen selten aber doch Ansichten, Charaktere von Menschen ein, die diese Qualitäten leben. Durchaus auch Menschen, denen ich in den USA begegnet bin. Eine Person, lebt diese Verrücktheiten, in einer ganz besonderen Art und Weise.
Ich spürte die Figur und schrieb los…
Die Bekanntschaft mit der Kojoten-Energie – ich nenn´s mal so- war damals sehr profund. Ich hatte da einige zuhöchst erstaunliche Erlebnisse mit dieser Kojotenenergie. Meine damaligen spirituellen Lehrerinnen machten mich darauf aufmerksam – es war alles so offensichtlich. Dann fand sich vor meinen Füssen auch noch ein komplettes Kojotenskelett – dass eines jungen Kojoten. Die Figur des Kojoten nahm damals für mich durch das Erleben Gestalt an. Es ist nicht etwas, was ich einfach gelesen habe – und nun mit Fantasie auffülle. Es hat tief in mir etwas verändert, damit gingen dann ungewohnte Türen auf – bis zu Gerald Hüther.

Ein Zitat, das aus der Feder von Gerald Ehegartner stammt
Bei der vielen Fachliteratur, die es zur Natur und Pädagogik gibt, bringt dein Buch Abwechslung in die Regale. Wie siehst du das?
Das war mein Wunsch einmal etwas anderes zu machen. Es gibt viele Anleitungsbücher, die ich auch selbst besitze. Es ist mein Anliegen gewesen, einen neuen Umgang mit der Thematik zu beleuchten. Mir war es wichtig mit Humor zu arbeiten.
Mir war es wichtig mit Humor zu arbeiten…
Denn die Bildung an sich, ist schon so ernst. Es besteht einfach die Gefahr, dass auch die Naturpädagogik zu ernst wird. Das interessiert die Menschen nicht und wir erreichen sie nicht mehr. Pädagogische, politische und spirituelle Korrektheit können zu ausgelegten Fallen werden, die den Humor töten.
Dieser Impuls wird den Lesern gefallen. Wie geht es in Zukunft bei dir weiter? Dein Buch kommt bislang sehr gut an. Was hast du für Pläne?
Seit der Veröffentlichung des Buches schwimme ich gerade auf dieser positiven Welle mit, die es auslöst. Ausserdem bin ich der Einladung gefolgt und werde ab November im Team Österreich an der Potentialentfaltungs-Akademie aktiv mitwirken. Als Lehrer arbeite ich auch weiterhin, möchte mir jedoch ein zweites Standbein, neben der Schule, mit Naturprojekten aufbauen. Ein Herzensprojekt wird die Visionssuche sein. Es ist der Raum in der Natur, der so viel bewegen kann und wo die suchende Seele tiefe Antworten erhält.
Was möchtest du abschliessend mit den Worten des «Old man Coyote» sagen?
Vertraue und werde etwas verrückter. Es geht primär um das Leben. Strukturen sind sekundär. Also spring ins Herz. Auf die herzenszentrierte Verrücktheit!

Redaktionsleitung: Christoph Lang, Nadja Hillgruber
Interview, Gestaltung und Umsetzung: Nadja Hillgruber, www.infothek-waldkinder.org
Bildnachweis: Fotografie © Nadja Hillgruber
Das digitale Fachblatt ist in seinem 8. Erscheinungsjahr
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