AutorGerald Ehegartner

Offene Worte eines Lehrers zum fehlenden Mitgefühl und Schutz für Kinder und Jugendliche in der Pandemie

Liebe KollegInnen, wie konnte es nur soweit mit uns kommen

… dass wir uns nicht für unsere SchülerInnen einsetzten und sie nicht schützten?

Sie nicht schützten vor einem Staat, der immer übergriffiger wurde und wird?

Nach Pflichttests, Masken, Abstand, Lockdowns, Fernlernen usw. geraten unsere „Schützlinge“ nun immer stärker in den Fokus der Impfpolitik.

Kinder und Jugendliche sind von Corona selbst kaum betroffen, werden aber verstärkt als Bedrohung geframt.

Liebe KollegInnen, wie lange spielen wir hier noch mit?

Wie lange drehen wir uns mit unserer Gewerkschaft noch um uns selbst, ohne zu bemerken, dass viele Kinder und Jugendliche an Maßnahmen leiden, die als alternativlos verkauft werden.

Die einzigen Triagen in dieser Pandemie fanden in Kinder- und Jugendpsychiatrien statt. Lässt uns das etwa kalt?

Zucken wir bloß mit den Achseln?

Treibt man nun auch die Jungen und Jüngsten im Namen der Solidarität und Gesundheit in das größte Impfgeschäft der Geschichte?

Merken wir LehrerInnen nicht mehr, was hier läuft?

Wir feiern Pippi Langstrumpf und wünschen uns brave SchülerInnen, wir lesen mit ihnen „Die Welle“ und schlittern parallel in einen Gehorsamskult, wir diskutieren das Milgram-Experiment und geben uns mit stolzer Brust expertenhörig. Wir predigen Demokratie und lassen keine kritischen Meinungen mehr zu, wir erklären die Pathologie eines ehemals entfesselten Gehorsams und sitzen selbst in der Gehorsamsfalle. Während wir das Denunziantentum linker und rechter Diktaturen der Vergangenheit beklagen, fördern wir dieses parallel.

Was ist mit uns nur los, dass wir uns als PädagogInnen erklären lassen, wie Solidarität und Empathie zu sein haben? Denken wir selbstständig oder geben wir die Freiheit freiwillig auf, nur um zu den fremddefinierten Guten zu gehören?

Für mich ist nun endgültig eine rote Linie erreicht, sollte der Unterricht in Zukunft nur geimpften Kindern und Jugendlichen vorbehalten sein. Es darf keinen direkten oder indirekten Druck zur Impfung geben. Die SchülerInnen werden jetzt immer stärker in den Fokus geraten – mit immer neuen Infektionszahlen und gefälligen Studien, während geimpfte Erwachsene nicht mehr getestet werden. Der Druck wird sich erhöhen. Das ist klar und wir wissen nun, dass die Politik interessegeleitet ihr Ding durchziehen wird, wenn wir nicht aufstehen.

Ich appelliere an alle LehrerInnen mit Herz, Hausverstand, Empathie und Solidaritat gegenüber Kindern:
Stehen wir auf für diese!

Schutz für die Kinder

Setzen wir dem unverantwortlichen Konformitätszwang ein Ende.

Wir sind mehr als sicherheitsverliebte Beamte. Wir sind gegenüber der Freiheit der Kinder verantwortlich, gegenüber der Zukunft des Lebens. Dies ist unsere heilige Pflicht.

Die Anwesenheit eines Kindes an der Schule soll in Zukunft nicht, wie von der WHO bereits gefordert, als Einwilligung zur Impfung interpretiert werden. Die Anwesenheit gilt ausschließlich als Einwilligung zur Bildung und Förderung der Persönlichkeit. Das Recht auf Bildung darf nicht an einen Impfpass oder Ähnlichem gebunden sein.

Unsere Kinder und Jugendlichen dürfen letztendlich nicht in eine „solidarische Geiselhaft“ genommen werden, nur weil sie keine Lobby besitzen.

Wenn wir PädagogInnen nicht für sie eintreten, wer dann?

Wenn wir sie nicht als HoffnungsträgerInnen statt VirenträgerInnen sehen- wer denn dann?

Lasst unsere Kinder und Jugendlichen aus dem Spiel, sie gehören euch nicht!!! Lasst sie spielen, statt zu kleinen Robotern zu erziehen!
Ihre Würde ist unantastbar!

Ein widerständiger Pädagoge mit Herz – es reicht!

Gerald Ehegartner,
Lehrer und Autor 

Gerald Ehegartner ist Lehrer und Autor des gerade im Kamphausen-Verlag erschienen Romans „Feuer ins Herz – Wie ich lernte, mit der Angst zu tanzen“.

„Feuer ins Herz“ ist eine Geschichte, die in einer erkaltenden Welt das Herz wie ein Lagerfeuer zu wärmen vermag. Die Abenteuer der Hauptperson Noah, der sich im Lockdown wiederfindet, mit dem Trickster Old Man Coyote führen aus der Illusion der trennenden Angst – und hinein in eine neue Verbundenheit mit allem Lebendigen. Die Vision einer neuen Ganzheit ist die Kernbotschaft dieses Buches. Ein brisanter, hochaktuell gesellschaftskritischer Roman, der neue Wege der Heilung aufzeigt.

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Corona-Impfung – die neue Taufe in eine imperiale Wissenschaftskirche

Die Verwandlung der Kirchen- in Labormäuse

Ich brauche Abwechslung. Mein Gehirn brummt. So statte ich unserer Ortskirche einen kurzen Besuch ab. Vielleicht gibt sie mir in dieser Krise etwas Halt. Ich fürchte jedoch, dass das letzte bisschen Leben aus den heiligen Hallen verschwunden sein könnte. 

Beim Eintritt in die Kirche entdecke ich statt eines Weihwassers nun ein Desinfektionsfläschchen. „Das Desinfektionsmittel ist das neue Weihwasser“, erklärt mir freundlich eine Kirchenhelferin. „Es reinigt wohl noch besser den sündigen Körper, oder?“, antworte ich. Ich merke, ich habe mich gerade unbeliebt gemacht. 

Zwei Drittel der Bänke sind mit Bändern abgesperrt, die Leute tragen Masken und dürfen nicht einmal „The masked singers“ nacheifern. Kein Gesang, keine Berührung, kein Friedensgruß. 

Nach der Messe treffe ich auf meine Nachbarin. „Ich bin vor der Messe auf Corona getestet worden. Ich fühle mich rein und frei!“, ruft sie mir entgegen. „Und ich hatte immer gedacht, dass dies die Aufgabe der Beichte wäre.“ Schon wieder Sympathiepunkte verspielt. Aber was solls.

Mir wird schnell klar: Die neue Beichte ist das Testen. Das Stäbchen der neue Maßstab, das Messen die neue Messe. Die aktuelle Buße wird nun Quarantäne genannt. Der zukünftige Analabstrich, der jede Sünde sofort entdeckt, ist ein schlaues chinesisches Produkt, das Beichte und Buße kombiniert. „Wo ist die Würde des Menschen?“, möchte man rufen. Wahrscheinlich im Arsch. 

Jedoch, das Tragen der eigenen Würde war auch früher nur wenigen vorbehalten. Die Masse galt immer schon als Sündenträger, die in der neuen Welt nun Virenträger genannt werden. 

Viren und Sünden – beide unsichtbar – leben schon von Anfang an als Erbsünde auch in unseren Jüngsten.
So gelten Kinder bei vielen derzeit als potentieller Hort der Gefahr. Deshalb muss in letzter Konsequenz auch jedes Kind bis zu dreimal die Woche eine öffentliche Schnell-Selbstbeichte durchführen.

„Lange habe ich mich für den Test beim Hausarzt angestellt“, fährt die
Nachbarin plötzlich fort.
„Fast wäre das Stäbchen in meinem Hirn gelandet.“
„Du bist also nun gestriegelt, geschniegelt, geschnäuzt, gekämmt und getestet. Irgendwann wird man einfach sagen, du bist geimpft. Warum gehst du noch in die Kirche? Das Virus scheint stärker als Gott zu sein, der Papst hat sich ja auch impfen lassen.“
„Echt? Von wem?“
„Von Bill Gates persönlich“, scherze ich und führe meine Gedanken weiter.
„Siehst du nicht: Der Hausarzt ist der neue Dorfpfarrer, der die Sünden mit seinen Stäbchen findet. Die heiligen Hallen, das sind die Ärztehäuser und Labore. Die Virologen und Epidemiologen erscheinen wie die modernen Hohepriester. Dein Leben wird von neuen Propheten bestimmt – von Mathematikern, Statistikern, Simulationsexperten. Du bist ab jetzt eine Fallzahl, Teil einer epidemiologischen Kurve. Die Kirchenmäuse verwandeln sich gerade in Labormäuse, immer schön brav, angepasst und klein.
Aber verzage nicht: Der große Retter ist gekommen. Der neue Papst und beinahe Messias –Bill Gates.“

„Nächste Woche lasse ich mich impfen“, erklärt mir die Nachbarin unbeeindruckt.

„Dann bin ich frei. Die bedrohlichen Viren können mir nichts mehr anhaben. Ich will wieder reisen, Freunde besuchen und zu Konzerten gehen.“
„Ah, du impfst dich in die Grundrechte zurück. Und ich dachte immer, die wären nicht verhandelbar. Aber die Gehirnwäsche funktioniert. Keine Frage. Wobei das Wort selbst schon eine Gehirnwäsche darstellt. Es sollte ja Gehirnverschmutzung heißen.“

Die Impfung – die Taufe eines neuen Kults?

Ich verabschiede mich freundlich und denke darüber nach, ob das Stäbchen nicht doch im Hirn gelandet war und ob die Impfung nicht so etwas wie die rundum erneuerte Taufe einer gerade entstehenden wissenschaftlichen Erweckungskirche ist.

Die Impfung hält ja auch von allem Bösen fern und funktioniert wie ein verpflichtender Eintritt in einen modernen Kult. Ich war noch nie ein Impfgegner, aber diese emotional aufgeladene Massenimpfkampagne für eine neue Impfgeneration im Notfallzulassungsmodus ist ja an Symbolik kaum zu überbieten. Das Virus kann gefährlich sein, aber für einen Kult taugt es einfach nicht.

Die Taufe, anfangs Symbol einer bewussten Umkehr, wurde später zum Zwang für die Pflichtmitgliedschaft innerhalb der christlichen Kirche umfunktioniert – und zwar möglichst bald nach der Geburt. Von bewusster Metanoia und Freiwilligkeit war keine Rede mehr. Mit dem ewig bewährten Modell eines Bedrohungsszenarios, in diesem Fall der Erbsünde, wurde sie zum Eintritt in die neue Glaubensgemeinschaft umfunktioniert und sollte eine Schaf-Herdenimmunität gegenüber allem Bösen aufbauen. Die Schönheit der bewussten Wahl wurde dem neuen Diktat äußerlicher Massenlämmer – pardon – Massenkindertaufen geopfert.

Taufe und digitale Identität

Die Taufe kombinierte man bald mit der Namensgebung. Taufe und Identität – eine mächtige Verbindung.

Verhält es sich bei der Impfung nicht ähnlich? Früher freiwillig, kippt konkret die Corona-Impfung nun in einen direkten oder indirekten Zwang. Wird sie zum Pflichteintritt in einen neuen Kult? Und bedarf sie wie bei der Erneuerung des Taufversprechens einer ständigen Aktualisierung, um flexiblen Sünden beizukommen?

Wird auch sie mit einer neuen Identität kombiniert?

Identity2020 Systems, kurz ID2020, kommt mir als Parallele in den Sinn. Diese Organisation wirbt für eine neue digitale Identität. Der Impfpass scheint der erste Schritt in diese schöne neue Welt zu sein. Die Kombi von Impfung und Blockchain-Identität, auch gleich am besten nach der Geburt.
Wer hat nur ID2020 initiiert? Gavi, Microsoft, Bill & Melinda-Gates-foundation und Rockerfeller foundation, um die wichtigsten Player zu nennen. Wer steckt hinter den ersten drei. Gates, der die Bill bezahlte. Wahnsinn, wo der überall zu finden ist.

Der erste Welt-Konzern und die religiöse Kolonialisierungswelle

Als die römisch-katholische Kirche als der erste Welt-Konzern auch ferne Länder missionierte, war die Taufe bald überall Voraussetzung, um gesellschaftlich angebunden und nicht geächtet zu werden. Nicht Getaufte galten als immer noch mit dem Teufel und den Dämonen im Bunde und hatten somit keine Chance auf ein faires Leben im Diesseits und auf ein ewiges Leben im Jenseits. Die Kirche war mit ihrer Macht omnipräsent, ab einem bestimmten Zeitpunkt war sie alternativlos. Die Trennung zwischen den Getauften des neuen Kults und den Ungetauften einer alten Überlieferung war messerscharf, die Spaltung zwischen Christen und Heiden, welche an den Rand gedrängt
wurden, tiefgreifend.

Die weltweite Verbreitung der kirchlichen Lehre begann nach der Entdeckung des neuen Kontinents Amerika vor ca. 500 Jahren mit einer unglaublichen Vehemenz. Kein Stein sollte auf dem anderen bleiben. Schuld, Angst, Sünde wurden gepredigt, die (Er-)Lösungen sogleich mitgeliefert. Wer alles glaubte, war ausgeliefert. Wer nicht daran glaubte, geliefert. Vielen Menschen wurde nicht nur ihr Gold, sondern noch viel wichtiger – ihre Würde – genommen.

Eine toxische Männlichkeit begann die Natur und das Weibliche in einem nie dagewesenen Ausmaß zu beherrschen. Indigene Kulturen wurden im Namen der Liebe entwertet und zerstört.

Eine Pervertierung der ursprünglichen Frohbotschaft Jesu in eine dreiste Drohbotschaft einer lebensfeindlichen Männerkaste.

Mit dieser Botschaft wurden nicht nur die Seelen der Gläubigen kolonialisiert, sondern auch ferne Länder. Die Schürfrechte hatten sich alsbald als Menschenrechte verkleidet. Zum Glück fand aber die ursprüngliche Botschaft der Liebe immer wieder auch Freiräume, um innerhalb des Machtsystems zu wirken.

Die Entdeckung eines neuen Kontinents und aktuelle Kolonialisierungswellen

Sehen wir auch jetzt eine neue Epoche heraufdämmern und in ihrem Schatten eine aktualisierte Form des Kolonialismus? Bill Gates als der Kolumbus der neuen Neuzeit, der das Tor zu einem neuen Kontinent eröffnet, von narzisstischen Auserwähltheitsfantasien schwer gebeutelt?

Welcher Kontinent könnte dies sein?
Nachdem unbewegliche Bodenschätze oftmals nur mehr schwer zugänglich sind, bieten sich doch die mobilen Bodenschätze, die Körper der Menschen, an. Die Corona-Pandemie und die Massenimpfung als Einfallstor für weitere Besitzansprüche, das Humankapital als neue Währung? Hinterlassen nicht die immer invasiveren Eingriffe in den eigenen Körper mittels Test und Impfung ein Gefühl der Ohnmacht, des Verlustes auf das Anrecht auf den eigenen Körper, das Gefühl einer schleichenden „Besiedelung“, was wiederum zu einer Erosion des Vertrauens führt?

Dank der biomedizinischen Entwicklung, der Nanotechnologie usw. lassen sich die Körper wunderbar erobern. Das wären Millionen Quadratkilometer,
hunderte Millionen Kubikmeter, die man in Besitz nehmen und schürfen könnte.

Von neuen Ämtern und faul riechenden Lehr-Stühlen

Gates, der erste Papst und das Gesicht der neuen Wissenschaftskirche? Der Messias, auf den viele auf Erden gewartet hatten?
Ist nicht Israel interessanterweise der erste Ort, an dem die Körper der Menschen im großen Stil aktualisiert getauft wurden?

Übrigens: Welche neuen Ämter könnte man eigentlich noch vergeben?
Klaus Schwab gäbe in diesem Spiel wohl einen hervorragenden schwarzen Papst, Lauterbach hätte das Zeug zu einem fantastischen Inquisitor und Drosten wäre der ehrgeizigste und besessenste aller Sündenjäger, der mittels eines eilig entworfenen Beichtstuhls der Marke perfectus, confessio, reus (kurz PCR) nach mehr als 30 Beichtrunden jede gewünschte Sünde als Todsünde identifizieren kann. Alles nur aus reinster Charité natürlich. Und man weiß ja nie: Auch wenn das subjektive Gefühl der Sündenlosigkeit vorherrschen sollte, eine Beichte verrät, ob man nicht doch ein Sündenträger ist, ein unerkannter Mörder, der in einem selbst schlummert.

Sprach nicht Drosten – pardon Paulus – davon, dass der Tod durch die Sünde in die Welt gekommen sei?
Dabei denken wir am besten an die berührende Kantate Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe (BWV 25) von Karl Sebastian Lauterbach.

Beinahe wünscht man sich dann, dass der Geruch des patentierten Stuhls Drostens eigenen Lehrstuhl in Frage stellt. Nicht alles, was bedenklich riecht, muss ja Lehrstuhl sein.

Die Entstehung des Kults des Transhumanismus

Verbreite ich gerade Verschwörungstheorien, die moderne Bezeichnung für Irrlehren und Häresien?
Nach der einen wahren Religion wird nun die eine wahre Wissenschaft vor den Karren der Mächtigen gespannt. Wiederum feiert die Monokultur fröhliche Urständ, während die Biodiversität lebendiger Religion und Wissenschaft ein kümmerliches Dasein fristet. Entweder bist du für die Vertreter der einen wahren Lehre – oder eben gegen sie.

Nur, um welche Wissenschaftskirche und Lehre handelt es sich in der Essenz? Nennen wir sie doch Transhumanismus, denn das ist sie im Kern.

Hatte sich die Kirche in die direkte Verbindung von Mensch und Göttlichem
hineingegrätscht, so vollendet und überwindet der Transhumanismus die Trennung von Geist und Materie zugleich, indem er dem Geist seine Existenz abspricht und das Feuer löscht. Sinnfreie, leblose Materie in einem feindlich-zufälligen Universum lädt den ausgesetzten Menschen dazu ein, die Welt aus einer narzisstischen Kränkung heraus mit allen technischen Mitteln zu manipulieren. Das Universum ist einfach eine einzige Scheißgegend.

Früher waren Stifte die Treiber der kirchlichen Missionierung, nun sind es milliardenschwere Stiftungen. Die Sehnsucht nach Unsterblichkeit wird als die genussvolle Verlängerung des körperlichen Lebens verstanden, die ursprüngliche Reinheit nun als die totale Gesundheit. Eine materielle Perversion der Sehnsucht nach Unendlichkeit.

Vom Schaf zum Roboter – vom religiösen zum wissenschaftlichen Kult

Und wieder stehen Körper und Tod im Mittelpunkt, die ein hierarchisch-männliches Denken kontrollieren möchte.
Und erneut gilt der Freund Körper als Ort des Fehlers, der Sünde, der überwunden werden muss.
Ein weiterer Todeskult statt Auferstehung, um einen christlichen Terminus zu verwenden. Es ist ein Krieg einer herrschenden Instanz gegen das Leben selbst.

William Blake bezeichnete diese Kraft als Urizen, die mit Gesetzen und Regeln das Leben beherrschen möchte. Sie erinnert stark an den alttestamentarischen Gott Jehovah.

Das Ego entledigt sich nun aber, dem Zeitgeist angepasst, seines Purpurgewandes, und trägt weiche, schmeichelnde Pullis und Hornbrille. Eine Stabsübergabe hat stattgefunden, von vielen bewusst noch nicht erkannt. Ist dies ein letztes Aufbäumen einer lebensfeindlichen Haltung im neuen, lässigen Gewand?

Die Kirche verlangte nach ohnmächtigen Schafen, der technokratische Überwachungsstaat mit seinem Transhumanismus braucht funktionierende Roboter, die Abstand halten, nicht feiern, nicht lachen, nicht tanzen, nicht singen und sich nicht mehr berühren.

Die Stabsübergabe von einem religiösen zu einem wissenschaftlichen Kult führt zur Transformation von fremdbestimmten Schafen in fremdbestimmte Roboter. Diese mögen komplex programmiert und geschult sein, ihre funktionale Intelligenz duftet aber nicht nach Leben, nach freier Intelligenz.

Der uralte Krieg um Ressourcen mit neuen Mitteln

Ein Teil der säkularisierten Welt führt einen neuen Krieg gegen die Lebendigkeit. Neu ist aber nur die Form, der Krieg ist uralt. Die Körper, die Seelen, die Gehirne, die Gefühle – sie werden zum Besitz von wenigen, die für alles und jedes ihre Patente anmelden möchten. Raubierhaft lebt man von der Energie der Menschen.

Das lebendige Feuer droht in diesem unwürdigen Schauspiel zu erlöschen. Eine Perversion von Religion mündet derzeit in eine pervertierte Wissenschaftlichkeit, die wieder Schuld, Angst und moralische Vermessenheit produziert. Der Mensch wird abermals zu einem Objekt gemacht und seiner Subjektivität, seiner Würde beraubt.

So ist es Zeit aufzustehen, sich innerlich aufzurichten – und die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Es ist Zeit, diesen aufkeimenden digitalen, (schein)wissenschaftlichen Faschismus zu durchschauen. Und ist es nicht ebenso Zeit, den neuen Weltenherrscher als einen falschen Messias zu entlarven, bei welchem jedwede Frage falsch gestellt scheint, bei der nicht Macht, Monopol und Technik als Antwort fällt?

Das demütige Gesicht der neuen Agenda – oder der Kopfstand des Egos

„Solange du deinen Feind nicht kennst, höre auf von einer besseren Welt zu träumen“, meinte einmal Philip Mirowski, der geniale Kritiker neoliberaler Ideologie.

Die Kolonialisierungswelle rollt dieses Mal im Namen der Medizin, der frisch gesalbten Königin der Wissenschaften, an die Gestade der Körperwelten heran. Gates, dieser Techniker der Macht, lächelt dabei milde wie ein erleuchteter Wohltäter. Seine trainierte Körpersprache und Mimik, die Understatement, Bescheidenheit und Güte widerspiegeln sollen, während er die Macht an zentralen Schalthebeln an sich reißt, erinnern an das salbungsvolle Gebaren früherer Kirchenoberhäupter.

Sein gefördertes genmanipuliertes Saatgut inklusive Pestizide für Afrika nennt er gemeinsam mit der Rockefeller Foundation Allianz für Grüne Revolution, seine 300 geplanten Atomkraftwerke bezeichnet er als Terra Power, Microsofts Patent zum Mining von Kryptowährung mittels Körperaktivitäten und anderen Betätigungen nennt sich WO/2020/060606. Es ist offensichtlich, der Mann hat einen Hang zum Humor.

Er kümmert sich derzeit liebevoll um das Weltklima und unterstützt Klima-, Solar- und Geo-engineering wie Scopex und Marine cloud brightening. Und weil
er Ackerland und Samen einfach liebt, katapultierte er sich zum größten privaten Agrarflächenbesitzer der USA und kaufte sich im großen Stil bei der größten Saatgutbank der Welt auf Spitzbergen ein. Nichts geht ihm über den Naturschutz. Er würde sogar Bäume pflanzen, wenn er jeden einzelnen Baum genmodifizieren und patentieren dürfte. Aber dem nicht genug, will er den Bildungsbereich privatisieren und erobern, um an frische Daten zu kommen – pardon – um die Schüler zu fördern. Am liebsten würde er auch Impfstraßen bis über die Milchstraße ausrollen (man weiß ja nie) und den Impfstoff bei allen Menschen der Welt ungefragt verimpfen (persönliches Unwort des Jahres).

Frühere Päpste waren Tauffanatiker, der neue Mann am Stuhl nun ein Impffanatiker mit Zwangsmissionierungs-Agenda. Diese Geld- und Meinungsdruckmaschine der WHO investiert ja nicht nur in Medienhäuser, um seine Botschaft für Millionen von Dollars gespiegelt zu sehen, sondern auch in Big-Pharma-, Agrochemie-, Biotechnologie- und Saatgutkonzernen.

Er liebt Shut- und Lockdowns, denn mit jeder Sekunde saugt er wie andere Monopolisten und Philanthropen Geld von unten nach oben.

Der König der Diebe, der sich als Rächer der Enterbten, als Beschützer der echten Witwen und Waisen inszeniert? Oder doch der Benützer von schlechten Witzen und genmanipuliertem Weizen, der eine neue Welt implementiert? Eine schöne neue Welt, in der amerikanische IT-Unternehmen, die aufstrebende Supermacht China, führende Konzerne, Geheimdienste und weniger bekannte Kräfte eine Art technokratisch-anonyme Weltregierung bilden, vernetzt unter anderem über das Weltwirtschaftsforum und repräsentiert durch einen, der viele Gates öffnet.

Die Freiheit aber verlangt nach selbstbestimmten Menschen, nach kleineren, lebendigen Strukturen, die dem Leben dienen und nicht umgekehrt. Ich träume von Poesie- und Erddemokratie-Wellen.

Der Mensch als Biocomputer

Doch Gates liebt Computer- und Bioviren. Erstere haben ihn gelehrt, dass aufgrund ihres Bedrohungspotentials neue Betriebssysteme auf Endgeräte gespielt werden können.

Vielleicht sind Menschen in seinen Augen nichts anderes als Biocomputer, die man einem Great Reset unterziehen kann, um neue zentristische Betriebssysteme raufzuspielen?

Öffnet Bill die Gates für den Transhumanismus, der auf dem ausgerollten Teppich eines digitalen Faschismus die Welt erobert, beschützt von einem Polizeistaat?
Bill, Gates noch?
Wenn es denn nicht so unflätig wäre, man möchte „Heilige Scheiße“ rufen, während Bill den neuen Heiligen Stuhl repräsentiert. Stinken alle Projekte von Bill nun als Exkremente gen Himmel, inklusive seines Stuhls? Nein, denn das wäre zu einfach. Aber man könnte einfach formulieren: Er segelt unter falscher Flagge in die falsche Richtung. Aber: Exkremente, die sich als neue Sakramente zeigen, können guter Dünger sein …

Die Digitalisierung des Herzens

Die Welt ist durch den Reset narkotisiert, der Mensch zu einem Patienten, zu Humankapital, degradiert. Nicht zufällig glauben viele mittlerweile die Mär, dass man nicht sterben müsse, wenn man das Leben bloß anhalte. Nur, die Ausklammerung des Todes führt geradezu in ein innerliches Absterben. So werden wir tatsächlich zu Roboter, die für wenige funktionieren. Die großen Verlierer in der Pandemie sind die Jungen und die Ältesten der Gesellschaft. Die einen erinnern an das pure Leben, die anderen an den Tod.

Beides klammern wir aus, um zu funktionieren. Es ist Zeit, das Feuer des Lebens zurückzuholen – so wie ich es in meinem Buch Feuer ins Herz – Wie ich lernte, mit der Angst zu tanzen beschreibe.

Digitalisierung bedeutete ursprünglich die Behandlung eines schwachen Herzens mit Digitalis, dem Fingerhut. Ja, wir brauchen in Wahrheit zuerst eine Digitalisierung der Herzen, denn diese sind schwach geworden.

Der Ungehorsam und die Wiederentdeckung des Feuers

Wir benötigen den Ungehorsam den tyrannischen Göttern, den neu entfesselten Titanen gegenüber. Der innere Coyote oder Prometheus stielt trick- und fantasiereich das Feuer, entzündet es wieder in unserem Herzen und verbindet dieses mit dem Gehirn. Es ist die Erweckung des Geistes, die Wiederentdeckung des Feuers, um das wir erneut betrogen werden. Wir haben nichts Geringeres im Transhumanismus zu verlieren als unser Menschsein, unsere Menschlichkeit, unsere Wärme, die Anbindung an Spirit und den Planeten Erde. Sind die Maßnahmen zur Pandemie das trojanische Pferd, verkleidet als wohltätiger, Solidarität einfordernder Sanitäter, der darum bittet, das Menschsein aufzugeben? Lassen sich damit auch wieder viele „der Guten“ in die Irre führen?

„Halten Sie Abstand, tragen Sie Maske und atmen Sie wenig, desinfizieren Sie sich vom Leben, feiern Sie nicht gemeinsam, berühren Sie sich nicht, treffen Sie keine Freunde, tanzen Sie nicht. Bewegen Sie sich nicht und gehen Sie in einen inneren Lockdown. Wenn Sie nicht leben, sind Sie nicht ansteckend und können auch nicht sterben! Das ist wahre Solidarität.“

Herdenimmunität gegenüber der Angst

Aber vielleicht könnte genau dieser Höhepunkt der Isolation des isoliertesten Wesens auf diesem Planeten paradoxerweise der Kipppunkt in eine neue Welt der Selbstbestimmung und Verbindung werden, denn er könnte nach innen führen, dorthin, wo der veräußerlichte und veräußerte Mensch endlich beginnen kann, seine eigenen Antworten auf das Leben zu finden. Es ist Zeit, die Krone (Corona) der Arroganz und Trennung abzulegen, der Angst die Maske der Solidarität und Empathie vom Gesicht zu reißen und echte Liebe zu leben. Das ist der Anfang einer neuen freien Spiritualität, in der langsam aber sicher im Herzen, um es poetisch auszudrücken, ein Feuer zu lodern beginnt.

Und dieses Feuer verkocht das fieseste aller Viren, das Virus der Angst, das sich pandemisch über den gesamten Globus ausgebreitet und die Menschheit in eine innere und äußere Enge getrieben hat.

Wir richten uns auf und teilen dieses Feuer, das uns wieder wärmt. Ohne das neue Coronavirus zu verharmlosen, beginnt sich eine Herdenimmunität gegenüber der Angst aufzubauen.

So müssen wir nicht mit dem geblendeten Gloster in Shakespeares King Lear sagen: „Das ist die Seuche unserer Zeit – Verrückte führen Blinde.“ Vielmehr führen sich die Sehenden nun selbst.

Von der Ressourcenausbeutung zur Potentialentfaltung und die Aufgabe falscher Identitäten

Wer sich ausschließlich als Körper wahrnimmt, kann diesen nicht lieben und ist den äußeren (Kolonialisierungs-)Strukturen ohnmächtig ausgeliefert. Zeit, den Weg der äußerlichen Ressourcenausbeutung zu verlassen und den der inneren Potentialentfaltung zu gehen. Zeit den Krieg gegen die innere und äußere Natur zu beenden.

Wir sind weder Sünder, Virenträger, Patienten, Produkte, Waren, Fallzahlen, Labormäuse, Schafe, Roboter usw. Wir sind Menschen und noch viel mehr, unteilbar und unverhandelbar.

Lassen wir uns die Morgenröte einer neuen Epoche nicht von einem technokratischen Kult verdunkeln, das Lebensschiff auf der Fahrt in eine helle Zukunft nicht kapern.

Holen wir uns die Verbindung zur Erde, zum Spirit und zum eigenen Herzen zurück. Seien wir doch Helfer einer natürlichen Geburt einer neuen Epoche des Mitgefühls und der gleichwertigen Verbundenheit aller Lebewesen.

Old Man Coyote und die Lebendigkeit

Aber passen wir auf, dass wir nicht untätige Zeugen einer Totgeburt werden, denn diese wäre der Transhumanismus.

Wir haben etwas Besseres verdient.

Zeit, aus dem Marsch der Lemminge herauszutanzen, den inneren Lach-down zu kippen und aus ganzem Herzen ein großes Lachen anzustimmen. Auf das Menschsein, die Liebe, das Leben und den Humor!

So möchte ich zum Schluss die Worte Old Man Coyotes aus meinem Buch zitieren: „Riskiere den Kopfsprung ins Herz. Und wenn du auftauchst, dann tanze nackt in der Sonne, während andere in ihren Uniformen an dir vorbeimarschieren. In unsicheren Zeiten marschieren viele im Gleichschritt mit der Herde der Unbewussten. Du aber tanze. Gerade, wenn alles auf wackeligen Füßen steht, ist es der Tanz des Lebens, der dich trägt, und nicht der Marsch des Todes. Auf die Lebendigkeit und das Leben. Prost.“

Gerald Ehegartner ist Lehrer und Autor des gerade im Kamphausen-Verlag erschienen Romans „Feuer ins Herz – Wie ich lernte, mit der Angst zu tanzen“.

„Feuer ins Herz“ ist eine Geschichte, die in einer erkaltenden Welt das Herz wie ein Lagerfeuer zu wärmen vermag. Die Abenteuer der Hauptperson Noah, der sich im Lockdown wiederfindet, mit dem Trickster Old Man Coyote führen aus der Illusion der trennenden Angst – und hinein in eine neue Verbundenheit mit allem Lebendigen. Die Vision einer neuen Ganzheit ist die Kernbotschaft dieses Buches. Ein brisanter, hochaktuell gesellschaftskritischer Roman, der neue Wege der Heilung aufzeigt.

Fotoquellen: People photo created by standret – www.freepik.com, Shutterstock.com